07.05.00
NEUER TIGER
Sydney - Australische Wissenschafter wollen den 1936 ausgestorbenen Tasmanischen Tiger klonen. Das dazu nötige Genmaterial soll ein Jungtier liefern, das im 19. Jahrhundert in Alkohol konserviert wurde. Projektleiter Don Colgan vom Australischen Museum sagte, man habe Erbmaterial von hoher Qualität aus der Probe von 1886 entnehmen können. Die DNS-Fäden aus Herz, Leber, Muskeln und Knochenmark des Welpen seien so umfangreich, dass vermutlich alle Gene des Tasmanischen Tigers (Thylacinus cynocephalus) mehrfach enthalten seien. Es gebe derzeit zwar weltweit noch mehrere Forschergruppen, die an ähnlichen Versuchen arbeiteten, aber keine habe vergleichbar gutes genetisches Material zur Verfügung. Man sei zuversichtlich, mit den gewonnenen Erbinformationen den Tasmanischen Tiger innerhalb von wenigen Jahren klonen zu können, so Colgan.
Der hundeähnliche Beutelwolf, der seinen Namen dem Streifenmuster auf seinem Fell verdankt, gilt als größtes Fleisch fressendes Beuteltier. Die Bestände der Tiere waren von australischen Siedlern gnadenlos ausgerottet worden, weil sie ab und zu Schafherden angegriffen hatten. Ein letztes Exemplar starb 1936 im Zoo von Hobart. Danach hatte es wiederholt Gerüchte über noch lebende Tasmanische Tiger gegeben. Nach Ansicht von Wissenschaftlern ist es aber so gut wie ausgeschlossen, dass einzelne Exemplare überleben konnten.
Quelle: Spiegel-Online
01.10.99
ÄLTESTE LEBENSSPUREN
Erstes Leben regte sich auf der Erde offenbar schon vor rund 3,46 Milliarden Jahren. Australische Paläontologen haben im Westen des fünften Kontinents jetzt uralte Stromatolithen gefunden. Diese von einzelligen Blaualgen aufgebauten Gesteine zählen zu den ältesten Spuren von Lebewesen, die bislang auf der Erde entdeckt wurden. Die Forscher stießen auf gut erhaltene, über einen Meter hohe Kegel, kleinere Formationen, die wie Eierkartons aussehen, und verzweigte Strukturen, die an heutige Korallen erinnern. Die australischen Pilbara-Region ist seit Jahren als Fundort von Gesteinen aus dem frühen Erdaltertum bekannt. Bei dem neu entdeckten Vorkommen sind sich die Wissenschaftler jedoch erstmals sicher, dass sie biologischer Herkunft sind. "Unsere Entdeckung beweist, dass Leben schon relativ kurz nach Entstehung der Erde erstaunlich komplex war", sagt die australische Paläontologin Kathleen Gray. Astrobiologen hoffen, dass der Fund auch die Suche nach Leben auf dem Mars erleichtern könnte. Wissenschaftler der US-Weltraumbehörde NASA haben die Fossilien bereits in Augenschein genommen. Nach Expertenmeinung waren sich Mars und Erde im Zeitalter des Archaikums vor 4 bis 2.5 Milliarden Jahren relativ ähnlich. Auf der 2003 beginnenden "Mars Lander Mission" wollen die Forscher daher nach vergleichbaren Strukturen im Gestein des Roten Planeten suchen. Wie Stromatolithen entstehen, ist auf der Erde auch heute noch zu beobachten, etwa an der westaustralischen Shark Bay.
Quelle: Der Spiegel
06.09.99
TOD IM PANZER
Australische Molekularbiologen arbeiten an einem neuartigen Insektenschutzmittel, das erstmals gezielt gegen einzelne Schädlingsarten in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann. Das neue Pestizid schaltet das Hormon Ecdyson aus, das bei Insekten den Häutungsprozess massgeblich steuert. Im Laufe ihres Wachstums müssen Insekten regelmäßig ihrem Chitinpanzer entschlüpfen, sobald sich eine größere, anfangs noch weiche Panzerhülle gebildet hat. Ziel der australischen Forscher ist es, den Häutungsprozess durch einen Angriff auf die Hormonrezeptoren zu blockieren das Insekt stirbt in der Enge seines Chitinpanzers. Da die Schädlinge über unterschiedliche Rezeptoren verfügen, die das Wachstum regulieren, wollen die australischen Forscher jeweils spezifische Wirkstoffe für bestimmte Insektenanrten entwickeln. Hauptvorteil: Die Umweltbelastung wird verringert und nützliche Insekten, die bei den konventionellen Sprühaktionen nicht ausgespart werden konnten, bleiben am Leben.
Quelle: Der Spiegel
06.09.99
RÜCKKEHR DER RATTE
Australischen Biologen ist es gelungen, die Wopilkara-Ratte nach fünfzig Jahren Abwesenheit wieder auf dem australischen Kontinent anzusiedeln. Die Wopilkaras gehoeren zu den seltensten Nagetieren der Welt. Die nur Hamster-grossen Tiere bauen sich aus Ästen und Zweigen grosse Nester, die einen Umfang von einem Meter erreichen koennen. Sie waren in den 40er Jahren aus Australien verschwunden. Nur in kleinen Populationen hatten die Wopilkaras auf den südlich gelegenen Franklin Inseln überlebt.
Die gelungene Wiederansiedelung gilt als grosser Erfolg der Biologen. Sie hatten sich seit Beginn der 90er Jahre um die Ratten bemüht. Die Wopilkaras stehen beispielhaft für das Vorhaben Australiens, das Artensterben auf dem Kontinent aufzuhalten. In den letzten 200 Jahren sind 18 seltene Tierarten durch Verdrängung ausgestorben. Schuld sind importierte Tierarten, die von Einwanderern auf den Kontinent gebracht wurden.
Quelle: Morgenwelt, CSIRO
12.07.99
HUIA IM ANFLUG
Hastings/NZ. Der neuseeländische Huia, ein bereits Anfang des Jahrhunderts ausgerotteter Vogel, könnte bald geklont werden. Neuseeländische Wissenschaftler diskutieren derzeit die Möglichkeit, den für seine schmuckvollen Federn berühmten, im Fliegen allerdings eher unbeholfenen Vogel mit genetischen Methoden wieder auferstehen zu lassen. Eine Zelle eines ausgestopften Huias und die Eizelle eines anderen Vogels sollen dem Tier zu neuem Leben verhelfen. Der Huia wäre damit das erste ausgestorbene Lebewesen der Erde, das durch Menschenhand wiedererweckt würde.
Etwa so groß wie eine Elster, war der Huia einst nur auf Neuseeland heimisch und lebte dort in den Baumkronen ausgedehnter Wälder. Mit Ankunft der Europäer und beginnendem Kahlschlag im neuseeländischen Wald verlor das Tier seinen Lebensraum. Auch waren die langen Federn der Tiere im London der Jahrhundertwende ein hoch geschätztes Modeaccessoire. Mit vernichtenden Folgen: 1907 wurde der letzte Huia offiziell gesichtet. Seit 1920 gilt das Tier als ausgestorben.
© 1999 Philip Bethge
Quelle: ENN
22.06.99
INVASION DER SEESTERNE
Ein eingeschleppter Seestern bedroht die Küsten Südaustraliens. Einem Bericht der australischen Forschungsorganisation CSIRO zu Folge hat sich der nordpazifische Seestern Asterias amurendis an den Küsten Tasmaniens und Victorias explosionsartig vermehrt. Erstmals 1986 in Tasmanien entdeckt, schätzen Experten die Zahl der Tiere auf derzeit über 40 Millionen. Frühe Versuche, die Tiere zu zerstören, seien gescheitert, so die CSIRO. Die weitere Verbreitung der eingeschleppten Art entlang der Küsten des Kontinents sei bislang unvermeidbar.
Die Seesterne, die Australien wahrscheinlich im Ballastwasser von Schiffen erreichten, verdrängen und zerstören die einheimische marine Tier- und Pflanzenwelt. Wirksame Methoden, die Invasion der Tiere aufzuhalten, gebe es bislang nicht, so die CSIRO. Die Forscher wollen nun chemische oder biologische Methoden zur Vernichtung der Tiere entwickeln. So ist etwa der Einsatz eines Parasiten im Gespräch, der die Gonaden der Seesterne zerstört.
© 1999 Philip Bethge
Quelle: CSIRO
30.04.99
MAGNETISCHES ÖL
Australische Wissenschaftler haben ein neues Verfahren entwickelt, um verölten Seevögeln zu helfen. Einem Bericht des Wissenschaftsmagazins New Scientist zu Folge werden die Tiere dabei zunächst mit Eisenpulver bestäubt, das das Öl bindet. Anschließend können Eisenpulver und Öl gemeinsam mittels Magneten von den Federn der Tiere entfernt werden, ohne das die wasserabweisenden Eigenschaften des Gefieders zerstört werden. "Eisenpulver ist billig, ungiftig und reichlich vorhanden", sagte John Orbell, Leiter des verantwortlichen Forschungsteams von der Victoria University of Technology in Melbourne. Das Öl binde sich eher an Eisen als an die Federn der Vögel, so der Forscher weiter. Die Tiere anschließend mit Magneten zu säubern sei "eine Sache von Minuten".
Um das Verfahren zu testen, hatten die Wissenschaftler das Gefieder von Enten mit verschiedenen Ölen verschmutzt. Schon ein erstes Bestäuben mit Eisenpulver und anschließendes Kämmen mit einem Magneten entfernte nach Aussagen der Forscher 88 Prozent der Verschmutzung. Selbst mit schwerem Öl verschmutztes Gefieder war nach 10-maligem Einsatz des Verfahrens zu 97 Prozent gesäubert.
Bislang werden zur Säuberung von verölten Seevögeln meist Lösungsmittel eingesetzt, die jedoch die wasserabweisenden Eigenschaften des Gefieders zerstören. Bei dem neuen Verfahren wird nach Aussage der Forscher die Funktion der Federn kaum beeinträchtigt. Die betroffenen Vögel könnten zudem schneller als bislang gereinigt werden, so Orbell. Aufwendiges Spülen und Trocknen des Gefieders sei nicht notwendig.
© 1999 Philip Bethge
Quelle: New Scientist, AAP
26.04.99
WUNDERBARES LEBEN
Ein australisches Forschungsteam ist auf der Suche nach Familien, die bereit sind, für sechs Monate in ein Camp im australischen Outback zu ziehen und dort als Jäger und Sammler zu leben. Das bizarre Vorhaben ist Teil eines privaten Forschungsprojektes namens "Research 2000 Outback Challenge", das die idealen Lebensbedingungen für die Menschheit im 21. Jahrhunderts ergründen will.
"Wir wollen der australischen Gesellschaft den friedlichen Weg in das neue Jahtausend ebnen", so James Salerno, Projektleiter und Geldgeber der Untersuchung. Schon seit 30 Jahren beschäftige er sich mit den idealen Lebensbedingungen für Menschen, sagte der australische Millionär. Jetzt wolle man die Ergebnisse an einer Gruppe von Freiwilligen testen.
Während des sechsmonatigen Experiments, das am 1. Juni diesen Jahres starten soll, werden die Freiwilligen abgeschnitten von der Zivilisation in einem Zeltlager im westaustralischen Outback leben. Während etwa Generatoren, Kühlschränke und ein Satellitentelefon zur Ausrüstung der Neu-Neanderthaler gehören werden, müssen sie zum Beispiel auf Duschen und Toiletten verzichten. 55 Freiwillige hätten sich bereits für das Experiment gemeldet, so die Forscher. Nach weiteren Familien werde jetzt gesucht.
© 1999 Philip Bethge
Quelle: AAP
22.04.99
GEFÄHRLICHES SCHALENTIER
Eine nahe Verwandte der nordamerikanischen Zebramuschel bedroht die Küsten Australiens. Die Schwarzstreifenmuschel, ein extrem fortplanzungsfreudiges Schalentier, ist jetzt erstmals in drei Häfen an der Ostküste des fünften Kontinents gesichtet worden. Das Tier, eigentlich heimisch an den Küsten Mittelamerikas, wächst sehr schnell und kann in kurzer Zeit alle anderen Lebewesen in einer bis zu 15 Zentimeter dicken Schicht überwuchern. Wissenschaftler vermuten, daß die Muschel an Bord von Schiffen nach Australien gekommen ist, die vorher den Panama-Kanal durchfahren hatten.
Wirtschaftlich und ökologisch könnte die eingeschleppte Muschel eine wahre Katastrophe für die Region bedeuten. Hat das Tier in seinem Lieblingshabitat, dem brackigen Wasser von Flußmündungen, Fuß gefasst, werden andere Tiere verdrängt. Anlegestellen, Schiffe und Seewasserpumpsysteme können befallen und beschädigt werden. In den USA hat die nah verwandte Zebramuschel, die vor einigen Jahren in die Großen Seen eingeschleppt wurde, inzwischen Schäden von rund einer Milliarde Dollar verursacht. Um das Tier wieder los zu werden haben Wissenschaftler in Australien jetzt zunächst einen der betroffenen Häfen mit Chlor behandelt.
© 1999 Philip Bethge
Quelle: ENN
15.04.99
CASSOWARY IN GEFAHR
Australiens größter Vogel, der südliche Cassowary, ist auf die Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten gesetzt worden. Nur noch 1100 bis 1500 Exemplare des seltenen Laufvogels sollen in den Regenwäldern Queenslands leben. Mehrere Programme seien bereits auf dem Weg, um das Tier zu retten, sagte Australiens Umweltminister Robert Hill. "Die Regierung wird alles tun, um einen weiteren Rückgang der Tiere zu verhindern", so Hill. Rund 300.000 Dollar seien bereits in den letzten beiden Jahren für den Schutz des flugunfähigen Vogels bereitgestellt worden.
Quelle: AAP
13.04.99
STRECKENREKORD
Hobart. Ein junger See-Elefant, der vor 14 Monaten von australischen Wissenschaftlern markiert wurde, ist jetzt auf einer abgelegenen, subantarktischen Insel rund 5000 Kilometer entfernt wieder aufgetaucht. Der Mammut-Trip werde die Vorstellung über Schwimmfähigkeit und Populationsdynamik von See-Elefanten verändern, sagte Mark Hindell, Zoologe an der Universität von Tasmanien.
Hindell hatte das Tier im Februar auf der subantarktischen Insel Peter 1 wiedergefunden, nachdem es im November 1997 auf Macquarie Island südlich Tasmaniens markiert worden war. "Das Tier ist um die halbe Welt geschwommen", so der Forscher. "Wir haben gedacht, daß es drei unterschiedliche Populationen von See-Elefanten rund um die Antarktis gibt. Doch die verschiedenen Gruppen scheinen sich genetisch zu vermischen." Dies sei die längste Reise, die jemals bei einem See-Elefanten beobachtet werden konnte, so Hindell weiter. "Je mehr wir über die Tiere wissen, desto erstaunter sind wir über ihre Fähigkeit zu navigieren", sagte der Forscher. "Diese kleine Insel war das einzige Stück Fels weit und breit, auf dem das Tier an Land gehen konnte."
Quelle: AAP
04.03.99
SUMMENDE MEDIZIN
Das Gift aus dem Stachel der Biene kann Krebszellen bekämpfen. Davon sind australische Wissenschaftler überzeugt, die die Waffe der Insekten analysiert haben. Krebspatienten sollten sich deshalb aber nicht gleich von den Honigsammlern stechen lassen. Ein Medikament, das die Australier jetzt aus dem Insektengift entwickeln, ist eine schmerzfreie und vielversprechendere Alternative.
Die Wissenschaftler setzen bei ihrer Forschung vor allem auf das im Gift vorkommende Mellitin, ein Molekül, das Zellen tötet, indem es ihre Membran zerschneidet. Das Mellitin konnte von den Forschern so modifiziert werden, dass allergische Reaktionen des menschlichen Körpers ausbleiben.
Noch nicht beantwortet ist allerdings die Frage, wie die Wirkung des Mellitins auf Krebszellen beschränkt werden kann. Die Forscher wollen jetzt den Bienenwirkstoff an menschliche Antiköoerper binden, die auf Krebszellen ausgerichtet sind. Bis daraus ein Krebsmedikament entsteht, werden aber noch einige Jahre Entwicklungszeit benötigt, räumen die Wissenschaftler ein.
Quelle: CSIRO, Morgenwelt
12.02.99
GENETISCHE RÜCKENSCHMERZEN
Sydney/London. Rückenschmerzen werden möglicherweise vererbt. Einer neuen Studie von Ärzten aus Sydney und London zu Folge ist das Risiko, in den Bandscheiben Arthritis zu entwickeln, zu 60% genetisch bedingt. "Wir wissen schon lange, daß es eine genetische Komponente bei der Entwicklung von Arthritis in Händen und Knien gibt", so Phil Sambrook, Leiter der Rheumatology am Royal North Shore Hospital in Sydney: "Degenerationen der Bandscheiben wurden bislang allerdings immer äußeren Einflüssen zugeschrieben."
In Zusammenarbeit mit dem St Thomas Krankenhaus in London untersuchte Sambrook die Wirbelsäule von 400 Zwillingspaaren und fand ähnliche Schäden bei den genetisch gleichen Patienten. Von den Ergebnissen erhofft sich der Forscher Fortschritte in der Vorbeugung gegen das Rückenleiden. "Wer zur Risikogruppe gehört, kann in Zukunft früher sein Verhalten ändern", so der Arzt. Bandscheibenschäden seien die Hauptursache von chronischen Rücken- und Nackenschmerzen in der westlichen Welt, so Sambrook. Frühes Eingreifen könne den Patienten viel Schmerzen im späteren Leben ersparen.
© 1999 Philip Bethge
10.02.99
NEUES GRIPPEMITTEL ENTWICKELT
Canberra. Australische Wissenschaftler haben ein neues Grippemittel entwickelt, das erstmalig gleichzeitig gegen alle bislang bekannten Grippeerreger wirksam sein soll. Das Medikament mit dem Namen "Relenza" ist jetzt für den australischen Markt zugelassen worden und wird in wenigen Monaten erhältlich sein. "Relenza" wird über einen Inhalator ähnlich wie bei einem Asthmamitteln direkt in die Atemwege gesprüht. Das Mittel wirkt nach Aussage des Entwicklers "Biota Holdings" sofort und verkürzt die Krankheit um zwei bis drei Tage.
Anders als andere Grippemittel hat sich das neue Medikamten bislang gegen alle Linien des sich ständig wandelnden Grippevirus als wirksam erwiesen. Früh angewandt soll "Relenza" in einem Drittel der normalen Zeit beschwerdefrei machen. Das Mittel blockiert die Bildung eines Enzyms, das die Entwicklung neuer Grippeviren in den befallenen Zellen steuert, und stoppt die Krankheit so schon in ihrer Entstehung.
In Australien sterben jährlich 1000 bis 2000 meist ältere Menschen an Grippe. Weltweit wird die Zahl der Grippetoten derzeit auf rund 100.000 Menschen pro Jahr geschätzt. Nach Australien ist als erstes europäisches Land Schweden derzeit an der Zulassung des Medikaments interessiert.
© 1999 Philip Bethge
Links: CSIRO
29.01.99
GREAT BARRIER RIFF IN GEFAHR
Brisbane. Das weltberühmte Great Barrier Riff vor der Küste Queenslands ist nach Angaben der World Wide Fund for Nature (WWF) das am meisten verschmutzte Seegebiet Australiens. Rund 22 Millionen Tonnen Sediment und landwirschaftlicher Dünger pro Jahr würden das Riff verschmutzen, so eine jetzt veröffentlichte Studie. Der Eintrag von landwirtschaftlichen Chemikalien und Sediment stelle eine große Gefahr für das Riff dar, sagte WWF Conservation Direktor Ray Nias. "Das Überleben des Great Barrier Riffes hängt maßgeblich davon ab, wie gut die Regierung von Queensland in Zukunft die Landwirtschaft kontrolliert", so Nias.
Bauernverbände in Queensland haben die Vorwürfe inzwischen als unhaltbar zurückgewiesen. Es sei nichts neues, daß man die Bauern für die Verschmutzung verantwortlich mache, so der Vorsitzende der Zuckerrohrbauern, Harry Bonanno. Der Schadstoffeintrag von den Feldern ins Meer sei nicht größer als der aus normalen Waldgebieten.
© 1999 Philip Bethge
Links: NineMSN News
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